Der Bildungs Blog

Bildung, Seminare, Kultur

Prezi zum Vortrag am 23. 1. 2012 in Heidelberg

without comments

Written by Peter Kuhn

Januar 22nd, 2012 at 7:17 pm

Posted in Allgemein

Tagged with ,

Cormac McCarthy – Die Straße

without comments

In seiner amerikanischen Heimat wird Cormac McCarthy vor allem als realistischer Autor geschätzt, der sein Land, seine Mitmenschen, seine Gesellschaft sehr genau beobachtet und beschreibt. Seine knappen, nichtsdestoweniger glaubwürdigen Charakterdarstellungen und die in ihrer Art einmaligen Dialoge begeistern Leser und Kritiker. Man könnte seine Prosa wohl am ehesten mit dem von Arno Schmidt geprägten Begriff „dehydriert“ umschreiben.

Mit THE ROAD (deutsch unter dem Titel DIE STRASSE im Rowohlt Verlag erschienen) legte der Autor 2006 einen phantastischen Roman vor, ein post-apokalyptisches Science-Fiction-Werk, etwas, womit kaum jemand gerechnet hatte. Allerdings hatte McCarthy schon früher bewiesen, dass jeder Versuch, ihn in eine Schublade einzuordnen, zum Scheitern verurteilt ist: zu vielfältig sind seine Sichtweisen, Themen und Stilmittel. Wie alle große Literatur steht auch DIE STRASSE über allen Genrebeschränkungen. Der Autor nimmt sich, was er für die Darstellung seines Anliegens braucht aus den eleganten Zimmern der weltliterarischen Formen – oder aus der „Rumpelkammer“ der Zukunftsliteratur.

In DIE STRASSE scheint niemals die Sonne. Immer ist der Himmel wolkenverhangen, mal fällt Schnee, mal Regen, mal ziehen Rauchwolken, mal Staubschleier durch das Blickfeld eines Vaters, der mit seinem Sohn durch ein fast menschenleeres, verheertes Nordamerika zieht. Ihr Ziel ist „der Süden“, weil es da vielleicht wärmer ist (denn in diesem Buch ist es auch durchgängig kalt, wobei McCarthy mindestens so viele Formen von „kalt“ kennt, wie die Inuit Namen für „Schnee“ haben), allerdings führen die von den Beiden benutzten „Straßen“ vor allem nach Westen. Es ist das Meer, das Vater wie Sohn erreichen wollen, angetrieben durch die uneingestandene Sehnsucht, nach all dem Grau noch einmal etwas zu sehen, das Farbe hat – das „Blau“ einer unmöglichen Hoffnung.

Seit einiger Zeit werden weltweit verstärkt die Auswirkungen einer Klimakatastrophe thematisiert. Dabei scheint es relativ egal, ob es zu der vom Treibhauseffekt bewirkten Aufheizung der Atmosphäre kommt, oder, wie von anderen befürchtet, zum „Nuklearwinter“ nach dem großflächigen Einsatz der Atomwaffen. Verlierer wird in jedem Fall die gesamte Menschheit sein. Die von den Wissenschaftlern vorgetragenen Thesen, die Zahlen, die Rechenbeispiele, die abstrakt dargestellten Bedrohungen – das alles führt zwar dazu, dass die Problematik rationell wahrgenommen wird, aber es lässt dem Individuum immer noch den Ausweg des Zweifels. Die Ungenauigkeit der Berechnungen, der Widerspruch einzelner Fachleute gegen die Theorien ihrer Kollegen, der undefinierbare Zeitpunkt der Katastrophe helfen uns dabei, die Augen zu verschließen und erst einmal weiterzumachen.

Diesen Ausweg lässt DIE STRASSE nicht zu. Bei McCarthy ist das (stets befürchtete) „Ereignis“ eingetreten, dessen Auswirkungen haben das Land und die Leute verändert – und es ist eine schreckliche, eine „unmenschliche“ Welt, die entstanden ist. In seiner ebenso faszinierenden wie erschreckenden Geschichte dieser Katastrophenzeit wird der Mensch zur Kreatur, die kaum mehr in der Lage ist zu agieren, sondern instinktgesteuert reagieren muss, um ihr bejammernswertes Leben für einen weiteren Tag, eine weitere Stunde, zu „retten“.

Gnadenlos, ohne Rücksicht auf (falsche) Empfindlichkeiten, zeigt der Autor die Ergebnisse einer falschen Politik (gleich, ob nun Umwelt- oder „Friedens“-) und erweist sich, gerade durch die Nutzung des Phantastischen, erneut als großer Realist.

 Herrmann Ibendorf

www.temporamores.de

 

Für Datenhungrige:

Cormac McCarthy 

Die Straße. Roman.

Deutsch von Nikolaus Stingl

(The Road / 2006)

Buchausgabe:

Reinbek, Rowohlt, 03/2007, 253 S.

ISBN 978-3-498-04507-4 / 19,90 Euro

Auch als Rowohlt-Taschenbuch:

ISBN 978-3-492-24600-5 / 8,95 Euro

Verfilmt unter dem Titel: THE ROAD

Written by Ibendorf

Januar 6th, 2012 at 7:46 pm

Zwölf Monate bis zum Weltuntergang

without comments

Angesichts des Jahreswechsels 2011/2012 gab es (wie eigentlich fast immer) die bekannten Meldungen über das bevorstehende Weltende. Da es sich in den letzten Jahren jedoch einige selbsternannte „Fachleute“ in den Kopf gesetzt haben, dies mit dem Ablauf einer bestimmten Zeitperiode im sogenannten „Maya-Kalender“ zu begründen, soll der 21. Dezember 2012 diesmal das entscheidende Datum sein.

Das Ende der Welt: Apokalypse, Armageddon, Fegefeuer – viele Namen für ein Ereignis, dessen Eintritt auch das Ende aller Geschichten bedeuten würde. Also muss man diese schnell noch vorher erzählen.

Weltuntergänge kommen vor – vor allem in der Science-Fiction-Literatur. Wenn man einen Blick in die Historie dieses unterhaltsamen Genres wirft, findet man leicht eine ganze Reihe ausgefeilter Weltuntergangsphantasien, apokalyptischer Beschreibungen von Katastrophen globalen oder sogar kosmischen Ausmaßes und prophetisch-visionäre Geschichten von kommenden Veränderungen.

Es hat bereits vor mehr als einhundert Jahren – als der Maya-Kalender noch niemanden in Mitteleuropa interessierte – solche Erzählungen gegeben. Und es wird sie wohl auch in mehr als einhundert Jahren noch geben. Im Vertrauen darauf stellen wir Ihnen in den nächsten zwölf Monaten zwölf literarische Meisterwerke vor, deren gemeinsamer Bezugspunkt eben der „Weltuntergang“ ist. Viel Vergnügen dabei.

 Herrmann Ibendorf

www.temporamores.de

Written by Ibendorf

Januar 4th, 2012 at 7:34 pm

Neue Kategorie

without comments

Der Literaturkritiker Herrman Ibendorf wird dieses Jahr anlässlich des vorhergesagten Weltuntergangs in der Kategorie Weltuntergangsliteratur Bücher und Autoren vorstellen, die sich mit dem Thema befasst haben.

Written by Peter Kuhn

Januar 2nd, 2012 at 6:00 pm

Neues auf meinem Büchertisch (175)

with one comment

Das war eine herrliche „Begegnung der 3. Art“ – neulich in der Würzburger Uni-Bibliothek –, die Lesung von und anschließende Diskussion mit Dietmar Dath.

Dath, seines Zeichens Schriftsteller und Journalist, Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Autor diverser Bestseller (zuletzt DIE ABSCHAFFUNG DER ARTEN, Suhrkamp, 2008), las aus unveröffentlichten Texten vor – und dies gezielt in der Absicht, deren Wirkung auf sein Publikum zu überprüfen. Spannend also. Die „Werkstatt“-Diskussion war lebhaft und zeigte einen eloquenten, geistreichen Menschen, der gerne über sich und seine Arbeit spricht, gleichzeitig aber sehr Empathisch auf sein Publikum eingeht.

Da traf es sich dann außerordentlich gut, dass auf dem Büchertisch auch ein Buch präsentiert wurde, das mir noch unbekannt war: DIETMAR DATH – ALLES FRAGEN, NICHTS FÜRCHTEN (Verlag Das Neue Berlin, 2011) von Martin Hatzius. Ein Interview über 240 Seiten!? Etwaige Bedenken ob dieser doch sehr ungewohnten Länge zerstoben bereits nach wenigen Seiten, danach war nur noch „durchfressen“ angesagt.

Natürlich hat es geholfen, dass Dath (Jahrgang 1970 und aus Baden-Württemberg stammend) viele literarische Hausgottheiten anbetet, die auch in meinem Schrein stehen, und natürlich war es spannend, das Leben dieses hochintelligenten jungen Mannes quasi Live „mit zu verfolgen“. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass man auch ohne nähere Kenntnis von Autor und Werk viel Vergnügen an diesem Buch haben kann. Martin Hatzius gelingt es nämlich in sehr unaufdringlicher Weise den „Dampf-Plauderer“ Dath am Reden zu halten. Manchmal fragt er mehrmals nach, wenn Dath eine Lebensstation etwas zu schnell „abhaken“ will, größtenteils braucht es jedoch nur wenige Stichworte und die Geschichten fließen.

Wie alle wirklich guten Erzähler macht auch Dath seine Anekdoten und Pointen an realen Personen fest, erzielt so größtmögliche Wirkung und macht selbst aus so trockenen Themen wie etwa einem Redaktionsalltag in Frankfurt unterhaltsame Information.

Vergnüglich und kurzweilig erhält man so einen Überblick über das bisherige Leben eines interessanten Menschen, der sicher nicht nur Aufgrund seiner Stellung als FAZ-Redakteur und Suhrkamp-Autor zu den wichtigen Stimmen unter Deutschlands Meinungsmachern gehört.

ZITAT

„Es gibt doch nichts Einfacheres, als in die Bild-Zeitung zu kommen. Ich muss nämlich einfach nur auf der nächsten Buchmesse auf irgendeinem Suhrkamp-Empfang dem Peter Handke eine runterhauen,  dann stehe ich in der Bild-Zeitung.“

Dietmar Dath – ALLES FRAGEN, NICHTS FÜRCHTEN (S. 64)

 

Herrmann Ibendorf

www.temporamores.de

 

Für Datenhungrige:

 Martin Hatzius

DIETMAR DATH – ALLES FRAGEN, NICHTS FÜRCHTEN.

Berlin, Das Neue Berlin, 2011, 240 S.

ISBN 978-3-360-02125-0 / 17,95 Euro

Written by Ibendorf

Dezember 22nd, 2011 at 8:37 pm

Aktualisierte Prezis für die Teilnehmer der Inhouseschulung in Fulda

without comments

Beste Grüße von Bildungsbetrieb.de

Written by Peter Kuhn

Dezember 18th, 2011 at 12:39 pm

Posted in Allgemein

Prezi zum Seminar Bildung für Ältere

without comments

Written by Peter Kuhn

Dezember 13th, 2011 at 8:21 pm

Posted in Allgemein

Würzburger Stadtbuch 2012

without comments

Bereits zum 17. Mal erscheint im „Würzburger Stadtbuch-Verlag“ das handliche WÜRZBURGER STADTBUCH, diesmal mit der Ausgabe für das Jahr 2012.

Dem Team um Herausgeber Roland Schwerdhöfer ist es wieder einmal gelungen, die schönsten Seiten der Stadt Würzburg zu zeigen (und ein wenig wird auch das Umland mit einbezogen), die interessanten Menschen, die dort leben, in kleinen Porträts vorzustellen, sowie die regionale Vielfalt an Kunst und Kultur liebevoll zu präsentieren.

Wie immer ist das WÜRZBURGER STADTBUCH eine gelungene Mischung aus Lesebuch und Infobroschüre. Man findet eine ganze Reihe von Personenporträts so illustrer Mitbürger wie dem „Hundeflüsterer“ Christian Baunach, der Fantasy-Autorin Ursula Dittmer oder dem Kriminalhauptkommissar Uwe Dolata. Dann werden Gruppen wie die „Kriminelle Vereinigung“ (Würzburger Lokal-Krimi-Schreiber) oder der Freundeskreis Fränkischer Phantasten („Local Heroes“) vorgestellt und gleich zu Beginn gibt es eine Wein-Geschichte über die Herkunft des Silvaners.

Es folgen noch Abteilungen wie „Essen & Trinken“, „Familie & Soziales“ oder „Freizeit & Natur“, bevor in der zweiten Buchhälfte „Würzburg von A – Z“ gelistet ist: Wichtige Adressen und übersichtliche Terminkalender für 2012 in kompakterster Form.

Immerhin 290 Seiten ist das Büchlein stark geworden, der Preis mit 5,80 Euro nicht zu hoch und der Informationsgehalt enorm. Ab sofort liegt WÜRZBURGER STADTBUCH 2012 wieder an den bekannten Verkaufsstellen aus.

Herrmann Ibendorf

www.temporamores.de

Written by Ibendorf

Dezember 9th, 2011 at 8:16 pm

Videos zur Kreativität

without comments

Schöne Videos zu Bildung und Krativität:

Written by Peter Kuhn

Dezember 8th, 2011 at 8:20 pm

Posted in Allgemein

Kundenbindung in der Bildungsbranche

without comments

Präsentation zum Seminar am 1. 12. 2011 in Randersacker bei Würzburg

(kurze Ladezeit nach Start)

Vielen Dank an die aktiven Teilnehmer!

Written by Peter Kuhn

Dezember 1st, 2011 at 8:09 pm

Posted in Allgemein

Tagged with , ,