Vorschau Ausstellung Faldbakken

Kunsthalle Fridericianum, Kassel

28. 8. bis 14. 11. 2010

Matias Faldbakken – That Death of which one does not die

Stay with the negative. All the time.

Die Romane The Cocka Hola Company, Macht und Rebel und Unfun von Matias Faldbakken sind Gegenwartsstudien voll Pessimismus, Gewalt, Sex und Wiederwärtigem. Aber gerade deshalb eine lesenswerte Alternative zu „schöne heile Welt Büchern“. Die Welt, wie sie Faldbakken beschreibt, mit ihren Randfiguren der Gesellschaft existiert eben auch, auch wenn wir sie gerne übersehen. Im Zusammenwirken mit der Ausstellung des Fridericianums sicher eine kraftvolle Leseerfahrung.

Fridericianum

Klassiker im neuen Gewand (1)

Wer Bücher liebt, weiß um die Gefahren, denen die papierenen Kulturträger ausgesetzt sind: schmutzige Kinderhände, unbedacht abgestellte Kaffeetassen, Kleinnager als ungebetene Haustiere, undichte Wasserleitungen – und, schlimmste aller Möglichkeiten, Feuer!

Was aber, wenn die Feuerwehr nicht mehr zum Löschen kommt, sondern um die Bücher in Brand zu stecken? Mit diesem Horror-Szenario für Bibliophile startete 1953 der amerikanische Autor Ray Bradbury seine Weltkarriere.

 Bei Eichborn, dem „Verlag mit der Fliege“, erschien soeben die bisher beste Comic-Bearbeitung von Bradburys utopisch-phantastischem Klassiker FAHRENHEIT 451, natürlich unter dem modischen Label „Graphic Novel“ (man ist ja doch irgendwie „seriös“ geworden). Gezeichnet wurde das Buch von Tim Hamilton, einem in Deutschland bisher fast unbekannten amerikanischen Künstler. Hamilton bleibt (glücklicherweise) sehr nahe am Originaltext, seine häufig monochrom wirkenden Illustrationen passen sich der düsteren Textur gut an und „explodieren“ immer dann in wahren Farborgien, wenn die Flammen zu lodern beginnen. Die dadurch erzeugte Faszination des Grauens ergänzt Bradburys Intentionen ganz vorzüglich. Zudem ergeben sich so optische Eindrücke, die erstmals klare „Gegenbilder“ zu Francois Truffauts bekannter Verfilmung von 1966 setzen.

Dass auch der Verfasser mit dieser Neuinterpretation gut leben kann, belegt das von Ray Bradbury im Sommer 2009 geschriebene Vorwort. Ob es allerdings dazu kommen wird, dass seine Leser sich, wie von ihm angeregt, ein Lieblingsbuch aussuchen, das sie vor dem „Untergang“ bewahren wollen, um dann bei ihren Zusammenkünften darüber zu diskutieren?

 Mich zumindest regt die Lektüre von FAHRENHEIT 451 immer wieder aufs Neue dazu an, mir Gedanken zu machen, welches Buch (oder welche Bücher) mir so sehr am Herzen liegen, dass ich es (oder sie) auswendig lernen würde – oder in die berühmte Kiste für die einsame Insel packen.

 Herrmann Ibendorf

 

Für Datenhungrige:

Ray Bradbury (Text) & Tim Hamilton (Bilder)

FAHRENHEIT 451. Graphic Novel.

Aus dem Englischen von Fritz Güttinger

Frankfurt, Eichborn, 2010, 160 S.; Pappband mit Schutzumschlag

(Ray Bradbury’s Fahrenheit 451. The Authorized Adaptation / 2009)

ISBN 978-3-8218-6106-7

10 Tipps für die eigene Weiterbildung

Als Berater und Dozent in der Weiterbildungsbranche habe ich oft die Sorge, den Anschluss an aktuelles Wissen oder das Gefühl für Trends zu verlieren. Einen gehörigen Teil meines Arbeitsalltages fülle ich also mit Recherchen und Lesen. Die Welt ist zu einem Chaos an Informationen geworden (siehe „The Age of the Informavore“, Frank Schirrmacher auf www.edge.org), das von einem Einzelnen kaum zu überblicken ist. Wir müssen also lernen, klug zu entscheiden, wie wir unsere kostbare Lernzeit verwenden („Zeit ist Geld“ Zitat Dagobert Duck). Daher habe ich hier einige Tipps gesammelt, wie man sich gut und effizient auf dem Laufenden halten kann. Weil die Tipps für mich funktionieren, muss für Sie nicht das Gleiche gelten, vielleicht finden Sie aber den ein oder anderen Punkt nützlich.

Für das Bildungsbusiness ist in meinen Augen intellektuelle Breite sicher von größerem Nutzen als enges, detailliertes Fachwissen und so ist meine Recherche auch ausgerichtet.

1
Lesen Sie jeden Tag 15 Minuten Handelsblatt, Financial Times Deutschland, FAZ oder SZ. Es bringt nichts, die Zeitung von der ersten bis zur letzten Seite durchzulesen. Scannen Sie die Überschriften und lesen Sie die wichtigsten Artikel. Suchen Sie nach Informationen über Ihre Kunden. Vergessen Sie den Kulturteil nicht. Für den Small talk können die Sportergebnisse hilfreich sein. Schaffen Sie ein Ablagesystem für Ideen, Themen und Zitate. Schneiden Sie aus oder kopieren Sie! Beim Verfassen Ihrer Werbetexte und Artikel werden Sie glücklich sein, diese Unterlagen zu haben.

2
Wenn Sie ein regionaler Anbieter sind, sollten Sie die Tageszeitung abonnieren. Die Wirtschaftsnachrichten und die amtlichen Bekanntmachungen sind wichtige Informationsquellen. Mehr als 10 Minuten sollte man aber nicht investieren. Legen Sie eine Sammelmappe an und stecken Sie wichtige Ausschnitte / Informationen hinein.

3
Einmal am Tag sollten Sie eine Nachrichtensendung ansehen. Hier ist mittlerweile das Internet in der Nachrichtenqualität und der Bildqualität ausreichend. Daher verzichte ich zuhause bewusst auf einen Fernseher.

4
Ein Fachbuch oder Businessbuch pro Monat. Hier sollte Unterhaltung erst an zweiter Stelle stehen. Auch fachfremde Bücher, General Management Ratgeber, Biographien oder Geschichtsbücher sind hier sehr geeignet. (persönliche Empfehlungen: Tom Peters, Re-Imagine! / Steven Runciman, Geschichte der Kreuzzüge / Roberto Mangabeira Unger, The Self Awakened: Pragmatism Unbound )

5
Lesen Sie wenigstens ein weiteres Buch pro Monat. Hier steht die Unterhaltung im Vordergrund. Wichtig ist aber auch, dass das Denken aus den festen Bahnen herausgerissen wird und man ein flexiblerer Denker wird. Daher sehe ich Lektüre von Romanen, obwohl sie viel Spaß macht, als elementaren Bestandteil meiner Selbstbildung. (persönlicher Tipp: Jon K. Stefansson, Der Sommer hinter den Hügeln / Marcel Proust, In Swanns Welt, Charles Stross, Accelerando)

6
Schauen Sie sich die neuesten Kinofilme an. Außer guter Unterhaltung bekommen Sie einen guten Eindruck davon, wohin sich die Gesellschaft entwickelt. Hier sind Hollywoodfilme nach wie vor bestes Lehrmaterial.

7
Falls Sie über ein Wort stolpern, das Sie nicht kennen, notieren Sie es und schauen Sie es später nach. Ein großer Wortschatz ist ein nicht zu unterschätzender Reichtum und ein klares Zeichen von hoher Intelligenz. (Trotz Wikipedia empfehle ich ein gutes Lexikon zu hause zu haben. Oft findet man in alten Lexika Dinge, die heute fast verloren sind. Tipp: Meyers Lexikon dritte oder vierte Auflage ab 1874 – 1892, antiquarisch oft günstig zu haben. Wer doch lieber den Computer nutzt, kann es auch online einsehen unter www.retrobibliothek.de)

8
Nehmen Sie sich Zeit, aktuelle Themen mit Freunden, Kollegen oder Familienmitgliedern zu diskutieren. Planen Sie dafür tatsächliche Termine. Nehmen Sie nach dem Vorbild der Debatierclubs auch einmal die Gegenposition zu ihrer Überzeugung ein. Solche Debattierabende führen immer zu neuen Einsichten, oder helfen alte Ansichten schärfer zu formulieren.

9
Entwickeln Sie Ihren Bekannten- und Freundeskreis so, dass Sie sich immer bemühen müssen Schritt zu halten. Selbstzufriedenheit als beständiges Lebensgefühl lähmt Ihr Wachstum.

10
Schreiben Sie Artikel, Fachaufsätze und Positionspapiere. Das geschriebene Wort zwingt zu großer Genauigkeit und schult das analytische Denken. Zudem wird Ihr Know How oft durch die Recherche von Zitaten und Zahlen vertieft und strukturiert. Auch wenn Ihr Text nicht publiziert wird, werden Sie ihn irgendwann nutzen können, etwa in Präsentationen und Vorträgen.

Autor: Peter Kuhn,
www.bildungsbetrieb.de

Weisheiten einer berühmten Ente

„Gespart ist verdient!“
„Man kann nie reich genug sein!“
„Was umsonst ist, kann nicht schlecht sein!“
„Spare zur rechten Zeit am rechten Fleck!“
„Zeit ist Geld!“
„Sich regen bringt Segen!“
„Liebe dein Geld wie dich selbst!“
„Ohne Fleiß kein Preis!“
„Spare viel, verbrauche wenig!“
„Jeder ist seines Glückes Schmied!“
„Von nichts kommt nichts!“
„Scheue weder Müh noch Plag!“
„Nur Unverstand braucht Flitter und Tand!“

Allen Bildungsschaffenden einen schönen Wochenstart

Richtige Printwerbung, gezielt für Seminare

Am 11. 5. 2010 findet in Randersacker bei Würzburg ein Seminar zum Thema „Seminarflyer erstellen“ statt. Im sogenannten Werkstattseminar sind die Teilnehmer eingeladen, in der Agentur selbst die Tipps und Kniffe mitzubekommen, die einen Seminarflyer erfolgreich machen. Die bewusst kleine Gruppe garantiert praxisnahes Arbeiten und Diskutieren. Referent ist der Agenturchef Peter Kuhn.

link: http://bildungsbetrieb.de/index.php/seminare/details/erfolgreiche_seminarflyer_erstellen

Tatsächlich Bildungsmängel?

im Artikel: „Bildungsmängel – mehr als jeder zweite Betrieb gibt Azubis Nachhilfe“ schreibt Spiegel online, dass die Arbeitsfähigkeit aufgrund von Bildungsmängeln der Azubis mehr und mehr nachlässt.

Von Azubis wird heute durchgängig die Fähigkeit zum Lesen und Schreiben, sowie der Umgang mit dem PC verlangt. Diese Anforderungen kann nicht jeder einwandfrei erfüllen. Wir müssen sehen, dass noch in den 60iger Jahren eine hohe Zahl an Analphabeten unter den Azubis war. Hier verzeichnen wir tatsächlich einen gewaltigen Fortschritt, der aber kaum gesehen oder erörtert wird. Diese Erkenntnis bewahrt uns allerdings natürlich nicht davor, die jungen Menschen optimal auszubilden, da die moderne Gesellschaft für die geringqualifizierten keine dauerhafte Beschäftigung bereithält. Die Anforderungen der modernen Gesellschaft steigen eben schneller als der Ausbildungsstandard der jungen Menschen (der aber gleichwohl steigt!).

Handout für die Veranstaltung „Verkaufen im Internet“

Veranstaltung des Landratamts Haßberge am 15. 4. 2010 in Haßfurt

Veranstaltungsort: Haßfurt, Landratsamt Großer Sitzungssaal (II. Stock, Südflügel)
Beginn: 18:30 Uhr; Dauer: ca. 2 Std.

Der Vortrag ist kostenfrei!!!

Im Folgenden können Sie das Handout der Veranstaltung lesen:

So optimieren Sie Ihre Website und bringen Ihr Geschäft erfolgreich ins Internet.

einige Grundregeln zum Schnellüberblick
1. Programmieren oder pflegen Sie Ihre Webseite nicht selbst!
Die Zahl der Webdesigner und Webzusatzservices wie Suchmaschinenoptimierer wächst ständig. Der Wettbewerb ist hart und die Preise daher günstig.
Programmieren Sie also keinesfalls selbst, es sei denn… Sie sind Webdesigner. Es gibt Dienstleister für Domainregistrierung, für regelmäßige Updates, für technische Verbesserungen, für das Design und für die Verwaltung. Das einzige was Sie bereitstellen sollten sind Texte (z.B. im Wordformat) und Bilder. Verlassen Sie sich bei der optischen Optimierung auf Ihren Dienstleister. Die Zeit, die Sie benötigen um sich in diese Felder einzuarbeiten ist deutlich teurer als die Gebühren des Designers und das Ergebnis ist wahrscheinlich weniger schön.

2. Stellen Sie auf Ihrer Seite Mehrwert zur Verfügung!

Es ist besser, Besucher auf die Webseite zu ziehen, die regelmäßig wiederkommen und die Seite idealerweise weiterempfehlen. Zufallsbesucher schaffen wenig Umsatz. Daher ist es von Bedeutung die Webseite regelmäßig zu aktualisieren. Setzen Sie Fachartikel auf Ihre Webseite, geben Sie technische Tipps oder nützliche Internetlinks. Versuchen Sie auf die Lieblingslisten Ihrer Kunden im Internet zu gelangen!

3. Beschreiben Sie den Kundennutzen, nicht Ihr Geschäft!

Einer der größten Fehler der im Web begangen wird ist die endlose Selbstbeleuchtung der Unternehmen. Unsere Philosophie, Hintergrund, Firmengeschichte, Was wir tun, Über uns, Arbeitsweise, Mitarbeiterbiographien…. Kunden machen sich nicht die Mühe, endlose Texte über Ihre Firmenphilosophie zu lesen. Der Kunde soll möglichst schnell die Frage beantwortet finden: „ Was ist eigentlich für mich drin?“

4. Machen Sie das Einkaufen leicht!

Denken Sie bitte beim Einrichten von Bezahlmöglichkeiten nicht zuerst an mögliche Komplikationen. Stellen Sie dem Kunden möglichst alle möglichen Bezahlsysteme zur Verfügung! Von der Kreditkarte über Bankeinzug und Nachnahme bis zur Rechnung mit späterer Bezahlung sollte alles möglich sein. Dies ist für Sie zwar Kosten- und Aufwandsintensiv, sonst verlieren Sie allerdings wichtige Kunden.

5. Der Name der Webseite ist wichtig, noch wichtiger sind allerdings die Keywords.

Das Web wird ständig von automatisierten Programmen, so genannten Spidern nach neuen Inhalten, links und Keywords durchsucht. Diesen Programmen sollten Sie eine geeignete Auswahl an Suchbegriffen zur Verfügung stellen. Versetzen Sie sich in Ihren Kunden und überlegen Sie sich, welche Suchbegriffe dieser wohl bei einer Internetrecherche einsetzen wird.

6. Machen Sie die Kontaktaufnahme leicht!

Stellen Sie den Kunden alle Kanäle der Kontaktaufnahme zur Verfügung. Nicht nur das gesetzlich vorgeschriebene Impressum, auch ein gutes Kontaktformular und die Angabe von Mobilnummer, Festnetznummer, Faxnummer, Postanschrift und
E-mailadresse gehören zum guten Ton.

7. Verwenden Sie Bilder!

Menschen sind visuelle Wesen. Wer sich durch dutzende Seiten aus Textwüsten kämpfen soll, verliert schnell die Lust. Stellen Sie Grafiken, Tabellen und Fotos auf Ihre Webseite um den Sehgewohnheiten Ihrer Zielgruppe gerecht zu werden!

8. Kalkulieren Sie eine Webpräsenz wie ein Ladengeschäft!

Wenn Sie ausschließlich über das Internet verkaufen wollen gibt es aus meiner Erfahrung eine einfache Faustregel. Die Einrichtung, Pflege und das beständige Suchmaschinenmarketing kosten Sie genauso viel wie ein Ladengeschäft in guter Lage. Wer also denkt, dass er ohne großen Einsatz, lediglich durch „Da sein“ im Internet Umsätze generiert täuscht sich fast immer.

Einige Erfolgsfaktoren in Kürze:

·    Akzeptieren Sie alle gängigen Kreditkarten und Zahlungsmethoden!
·    Schaffen Sie einen gesicherten Bereich, in dem Kundendaten stets vertraulich    behandelt werden!
·    Achten Sie auf eine gute Position in den Suchmaschinen!
·    Ermöglichen Sie Kunden eine einfache Navigation in Ihrem Shop!
·    Machen Sie den Einkauf mit einem professionellen Shopsystem so einfach wie möglich!
·    Stellen Sie positive Bewertungen früherer Kunden zur Verfügung!
·    Beantworten Sie Bestellungen sofort und liefern Sie schnell!

Texte für das Internet

Gute, zielgruppengerechte Texte sind im Internet noch wichtiger, als in der Printwerbung. Der Kunde kann jederzeit weg klicken und tut dies sofort, wenn ihn der Content (Inhalt) nicht interessiert.

Anders als beim Text in einer Broschüre, kann der Nutzer in jede Richtung der Webseite weiter lesen. Dem muss bei der Textstruktur Rechnung getragen werden, die dadurch modularer wird.

Gerade bei großen Bildschirmen werden Texte schnell unübersichtlich. Daher sind sehr kurze Sätze, viele Absätze und Leerzeilen wichtig. Laut Studien ist die Headline bei Webtexten noch wichtiger, als im Print. Ihr muss also nochmals gesteigerte Aufmerksamkeit zuteil werden.

Hat der Besucher nach maximal dreimaligem Klicken nicht gefunden, was er sucht, verlässt er die Webseite und ist verloren. Zu viel Text kostet im Internet Kunden!

Ausführliche Erklärungen sollten nur optional angeboten werden. Der Kunde muss sie aktiv anwählen, er darf nicht dazu gezwungen werden. Der Kunde ist im Zeitdruck, helfen Sie ihm durch klare Schlüsselwörter.

Benutzer im Internet lesen Texte 20%-30% langsamer als vom Blatt. Kürzen Sie Ihre Texte entsprechend auf das Wesentliche!

Verwenden Sie große Aufmerksamkeit auf das Führen durch die Webseite. Eine einfache Navigation ist ebenso wichtig, wie klare Fehlermeldungen.

Die Webseite sollte auf den Verkauf optimiert sein. Bieten Sie also an mehreren Stellen die Möglichkeit zur einfachen Bestellung an!

Vermeiden Sie alle Spielereien wie Intros oder Animationen, die von der Information ablenken!

Hinweis auf vertiefende Seminare:

Web 2.0 und soziale Netzwerke als Marketinginstrument in der Weiterbildung
15.6.2010
12. 00 Uhr – 17. 00 Uhr
in Randersacker bei Würzburg

Onlinemarketing für Bildungsdienstleistungen
1. 7. 2010
9. 00 Uhr – 17. 00 Uhr
in Würzburg

Literaturtipps von Temporamores

Neuigkeiten aus der Zukunft     —     News from Nowhere     —     Nr. 151 / 2010

Literaturtipparchiv  unter: www.temporamores.de

KURZMELDUNGEN

Manchmal ärgert man sich über seine eigene Großzügigkeit. Zum Beispiel wenn man feststellt, dass man in den letzten Monaten zu viele Bücher mit zu vielen Superlativen gelobt hat, sodass es jetzt kaum noch eine Möglichkeit der Steigerung gibt. Deshalb erfolgt der Hinweis auf das soeben erschienene neue Buch von Cory Doctorow in vergleichsweise „nüchternen“ Worten. Der Roman trägt den anspielungsreichen Titel LITTLE BROTHER (ISBN 978-3-499-21550-6, Rowohlt Paperback) und gehört in die Kategorie „Anti-Utopie“, wobei die Anknüpfungen an berühmte Vorläufer eher marginal sind – Doctorow legt viel mehr Augenmerk auf Aktualität als auf Anspielungsreichtum. Zudem gelingt es ihm, diesem zumeist sehr anspruchsvollen Teilbereich der Phantastischen Literatur eine bisher eigentlich nicht vorhandene Spielart hinzuzufügen: die Warnutopie für den jugendlichen Leser. Und da Doctorow weiß, was er seinem Publikum schuldig ist, wurde aus LITTLE BROTHER ein absolutes Novum – eine Dystopie mit Happy End.

Ein extrem dynamisches Bild von Arndt Drechsler schmückt die Nummer 38 von phantastisch! (Verlag Achim Havemann, 68 Seiten) und macht richtig Lust darauf, das Heft von vorne bis hinten durchzuschmökern. Bei den Interviews sticht diesmal das von Nicole Rensmann mit Nick Harkaway geführte heraus, die Artikel sind durchgängig lesenswert, bei den Stories bildet sich die gewohnte Gänsehaut; dafür freut man sich umso mehr über die Begegnung mit einem alten Freund: Helmut Wenske wird SIEBZIG! Und das ist durchaus die eine oder andere Feier wert.

Dieser Meinung waren offensichtlich auch unsere Freunde von EXODUS, dem einzigartigen Magazin für „Science Fiction Stories & Phantastische Grafik“. In der Ausgabe 26 (3/2010) steht eindeutig Helmut Wenske im Mittelpunkt. Dabei macht es sich erstmals so richtig bezahlt, dass EXODUS nun einen 4-farbigen Hochglanz-Umschlag hat: die beiden Wenske-Gemälde kommen unglaublich gut raus. Und auch der Innenteil mit seinen acht Farbseiten lässt den Betrachter (jedenfalls ab einem bestimmten Alter) erinnerungsselige Freudentränen vergießen. Sorry, liebe Autoren, eure zehn Kurzgeschichten (und das eine Gedicht) sind bestimmt auch erstklassig, aber in dieser Zusammenstellung kommen sie halt erst nach den Bildern und Texten von und über Helmut Wenske (was auch für die durchaus ansehenswerten Grafiken der übrigen Illustratoren gilt). Aber es soll doch zumindest noch erwähnt werden, dass zwei alte Weggenossen aus SFT-Zeiten mit neuen Stories vertreten sind: Horst Pukallus und Hans Joachim Alpers.

Und wer seine alten Bildbände nicht mehr findet: Im Cocon Verlag gibt es einen neuen! Der recht einfache Titel: Wenske – ROCK’N‘ROLL JUNKIE (ISBN 978-3-937774-64-0).

Herrmann Ibendorf

ZITAT

„Ich weiß nicht, was Kunst ist …: Wenn da mal vor Jahren in ‘nem TV-Feature über die Documenta ein schwarzgestrichener Schallerbaum asymmetrisch einen weißen Raum vom Boden zur Wand hoch trennt, damit ein Kunstfachidiot stundenlang was von der Spannung labern kann, wird mir der Samen sauer.“

Helmut Wenske – Interview mit Uwe Anton (phantastisch! No. 38, S. 33)

www.temporamores.de

TEMPORAMORES. Informationsdienst für phantastische Neuigkeiten aus der Zukunft. © 6.4.2010 by Herrmann Ibendorf.

Raubt uns das Internet den Realitätssinn?

Im Kommentar: „Der große Unernst“ von Thea Dorn in der Zeit online vom Ostermontag 2010 sagt die Journalistin:

Der global vernetzte Zuschauer des frühen 21.Jahrhunderts hat seinen Instinkt für die Realität verloren. Seine eigene Urteilskraft reicht nicht mehr aus, um zu unterscheiden, wo der Theaterdonner aufhört und die wirkliche Bedrohung anfängt. Auch die Medien helfen ihm nicht, wenn es darum geht, Sinne und Verstand zu schärfen. Im Gegenteil: Immer schneller und unter immer grelleren Jahrmarktsklängen treiben sie das Karussell der schlechten Nachrichten aus aller Welt an: Schweinegrippe, bombardierte Tanklaster in Afghanistan, Erdbeben in Haiti, Griechenland vor dem Staatsbankrott. Alles furchtbar, alles scheinbar ganz nah und dann doch wieder weit weg.“

Das halte ich für nicht richtig. Tatsächlich muss man sich an den Gedanken gewöhnen, dass wir in einer Welt leben die nur noch wenige echte Gefahren bereithält. Die genannten Katastrophen betreffen uns tatsächlich nicht und sind vielmehr Kind des medialen Wunsches nach Aufmerksamkeit. Bis zu einem gewissen Grad leben wir wohl tatsächlich in der besten aller Welten. Die Unzufriedenheit braucht aber immer einen Gegenstand. Schwierig wenn die Umwelt immer weniger Gelegenheit zu Unzufriedenheit bereithält. Hier kann man sich aber an das Talent der Menschen zum Jammern und Unglücklichsein verlassen. Also: keine Sorge, alles bleibt wie es ist.

Neue Seminarwebseite gestartet: Arbeit-und-Glück.de

Zum 1. April 2010 geht die Webseite Arbeitundglück.de ins Netz. Hier werden Seminare rund um Zufriedenheit im Beruf vermarktet.

Die große Nachfrage nach hochwertigen Seminaren im Themenfeld Arbeit, Glück, Work – Life – Balance und Selbstorientierung hat die Betreiber veranlasst mit einem eigenen Angebot auf den Markt zu gehen. Die Frage, wie man mit dem gewaltigen Feld an Mitbewerbern konkurieren kann beantwortet der Geschäftsführer Peter Kuhn so „Wir koppeln uns bewusst los von systemischen und weltanschaulichen Ansätzen und konzentrieren uns auf den wissenschaftlichen und menschlichen Ansatz, allein damit haben wir schon eine gute Ausgangsposition.“

Der Launch der Webseite wird mit interessanten Sondertarifen unterstützt.

Fragen an den Initiator der Webseite Peter Kuhn: kuhn@bildungsbetrieb.de